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Waldrebe

Die Waldrebe, oft auch beim botanischen Namen Clematis genannt, ist ein Lianengewächs. Der Name weist auf die natürliche Herkunft der Wildform hin; - es sind die waldreichen alpinen Bergregionen zwischen 800 und 3000 Metern Höhe. Einige Waldreben stammen auch aus Nord- und Osteuropa, Nordamerika und Japan. Diese außerordentlichen robusten und winterharten Schling- und Kletterpflanzen bewachsen Sträucher und Bäume.

immergrünes Laub der Clematis armandii
eine Clematis schlingt sich empor

Mittlerweile gibt es mehr als fünfhundert Sorten. Dies liegt vor allem an den Hybriden. Zahlreichen Züchtern aus dem baltischen Raum, Schweden, Großbritannien, Deutschland und vor allem aus Japan ist es gelungen (ähnlich wie bei den Rosen) nahezu alle Blütenfarben in mannigfaltigen Blütenformen und Größen zu züchten. Hierdurch ist es möglich, dass die Waldrebe in unseren Kleingärten die Maschendrahtzäune bevölkern, Pergolen erklettern, Sichtschutzwände, Geräteschuppen und Lauben bekleiden, Bäume erklimmen oder Begleiter von Rosen- und Staudenrabatten sind. Selbst bodenbedeckende und immergrüne Sorten gibt es. Viele Waldreben können aber auch in Kübeln kultiviert werden und stehen so oft an unseren Terrassen.

eine Clematis erobert einen Maschendrahtzaun
Clematis Hybride "Comtesse de Bouchaud"

So bietet die Waldrebe uns viele Verwenungsmöglichkeiten. Unerläßlich ist es aber die richtige Sortenwahl zu treffen, denn Waldreben haben auf Grund ihrer speziellen Herkunft unterschiedlichste Ansprüche an Klima, Boden, Temperatur, Feuchtigkeit, Lichtverhältnisse und Pflege. Nur wer seinen Waldreben ihre Grundvoraussetzungen bietet kann mit ihrem gesunden Wachstum und reicher Blühte erfreut werden.

Clematis Hybride "Warszaska Nike"
Clematis Hybride "The President"

Die Waldreben, die von gesunder Natur, Widerstandsfähigkeit und Frosthärte sind und keine großen Vorkenntnisse erfordern, sind für die Anfänger unter uns die erste Wahl. Waldreben dieser Rückschnittgruppe 1 charakterisiert zudem, dass sie für sonnige bis schattige Standorte gleichermaßen gut geeignet sind. Außerdem vertragen sie auch mal kurzfristig Trockenheit. Nur einen "nassen Fuß", also stauende Nässe im Wurzelbereich, das mögen sie gar nicht. Außerdem erfordern diese Waldreben praktisch kaum Pflege. Wir müssen lediglich nach ein paar Jahren einzelne alte, verholzte Triebe Mitte/Ende Mai zurück schneiden um ein vergreisen der Pflanze vorzubeugen. Einmal jährlich im April zu Beginn der Wachstumsphase düngen, Gartenkalk zugeben und den Sommer über für eine gleichmäßige Wasserversorgung sorgen - das war es auch schon !

Dies folgende Tabelle zeigt exemplarisch Beispiele auf. Entscheident für diese Auswahl ist, dass die folgenden Walreben gerne horizontale Ausläufer bilden und auch im schattigen Standort die nötige Wuchskraft besitzen um das Bild einer geschlossenen Hecke zu erzeugen.

Waldreben für waagerechten Wuchs über Zäune (Hecken)
Blüten-
Farbe
Blütezeit
(Monat)
Blüten-
Größe/cm
Wuchs-
Höhe/cm
Pflanz-
Abst./cm
Kübel
Duft
Bemerkung/
Besonderheit
Clematis alpina
"Blue Princess"
blau,
weiße Mitte
4/5, 8
4 - 5
220 - 320
90
ja
**
gute Nachblüte
Clematis alpina
"Pink Princess"
hellrosa
4/5, 8
4 - 5
200 - 300
80
-
-
gefüllte Blüten
Clematis alpina
"Frankie"
mittelblau
4/5, 8
4 - 5
200 - 300
80
-
-
sehr reiche Blüte, gute Nachblüte
Clematis alpina
"Helsingborg"
dunkelblau
4/5, 8
5 - 6
200 - 300
80
-
-
gute Nachblüte
Clematis alpina
"PamelaJackman"
blauviolett
4/5, 8
4 - 5
200 - 300
80
-
-
sehr reiche Blüte
Clematis alpina
"Ruby"
rotviolett, karminrot
4/5, 8
4 - 5
200 - 300
80
-
-
sehr reiche Blüte
Clematis fauriei
"Georg"
blauviolett
5/6, 8
5 - 6
220 - 320
90
-
-
sehr gute Nachblüte
Clematis fauriei
"Cinderella"
hellblau
5/6, 8/9
5 - 7
220 - 320
90
-
**
relativ große duftende Blüten
Clematis koreana
"Pointy"
hellgelb
5/6, 8
4 - 5
200 - 300
80
-
*
duftende Blüten sind rötlich punktiert
Clematis macropetala
"Markhams Pink"
rosa
4/5, 8
4 - 6
200 - 300
80
ja
-
kompakte Blüten dicht gefüllt
Clematis macropetala
"Purple Spider"
dunkelblau - violett
4/5 - 8
6 - 8
220 - 320
90
ja
-
lange Vorblüte relativ großer Blumen geht in gute Nachblüte über

Entscheident für Waldreben zum beranken von Pergolen und erklimmen von Bäumen ist ihre benötigte enorme Wuchskraft. Damit die Waldrebe ein ausreichend dichtes "Blätterdach" ausbilden kann um im Sommer genügend Schatten spenden zu können pflanzen wir bei einer Pergola von 3 Metern Kantenlänge maximal jeweils eine Pflanze pro Eckpfeiler. Wer auch zwei Seiten "blickdicht" beranken lassen will bepflanzt an einer Ecke der Pergola jeweils Zwei Waldreben für Hecken (s.o) in ca. 80 cm Abstand vom Eckpfosten und eine am Eckpfosten. Deren Triebe werden dann horizontal abgeleitet. Die so gepflanzten Waldreben bieten auch an der windzugewandten Seite einen guten Windschutz. Geschickt angelegt hat man so einen Sitzplatz unter einer von Mai bis in den September hinein "blühende Pergola", die mit einem angenehmen Duft nach Vanille und Schokolade zum verweilen einladen kann.

Waldreben zum dauerhaften beranken von Pergolen und Bäumen
Blüten-
Farbe
Blütezeit
(Monat)
Blüten-
Größe/cm
Wuchs-
Höhe/cm
Pflanz-
Abst./cm
Kübel
Duft
Bemerkung/
Besonderheit
C. montana
bot. Art
cremeweiß
5 - 6
3 - 5
700-1200
315
-
**
sehr stark wachsend
C. montana
"Alexander"
weiß
5 - 6
5 - 6
800-1200
330
-
**
relativ große, nach Vanille duftende Blüten
C. montana
"East Malling"
rosa - malvenfarbig
5 - 6
4 - 5
700 - 900
265
-
**
Blütenfarbe ist intensiv dunkelrosa
C. montana
"Elizabeth"
hellrosa
5 - 6
5 - 7
700-1200
315
-
**
hellrosa Blüten mit hellem Rand
C. montana
"Mayleen"
hellrosa
5 - 6
4 - 6
700-1200
315
-
**
attraktive Staubgefäße
C. montana
"Tetra Rose"
dunkelrosa
5 - 6
5 - 7
700-1200
315
-
**
kräftig ausgeprägtes rosa
C. montana
"Wilsonii"
cremeweiß
6 - 7
3 - 5
700-1200
315
-
**
Blüten duften nach Schokolade
C. spooneri
weiß
5 - 6/7
4 - 5
700-1200
315
-
**
identisch mit C. chrysocoma sericea

Wer mit den Waldreben der Rückschnittgruppe 1 erfolgreich war wird sich bald auch den "Schlingern" der so genannten Rückschnittgruppe 3 zuwenden. Zu dieser Gruppe zählen Waldreben, die einmal im Jahr zurück geschnitten werden müssen. Die sommerblühende Waldreben bilden langtriebe aus, die an ihren Enden massenweise Blüten ausbilden. Würden wir den nötigen Rückschnitt unterlassen, beginnen die Pflanzen von unten her zu verkahlen, schränken ihr Wachstum ein, bilden nur noch dünne Triebe aus, die wiederum immer weniger Blüten ausbilden. Der Rückschnitt selbst ist unkompliziert. Die gesamte Pflanze wird zwischen November und Dezember einfach auf ca. 30 cm über den Boden zurückgeschnitten.

Waldreben dieser Gruppe pflanzen wir deshalb gerne an Sichtschutzwände, Geräteschuppen und an unsere Lauben, denn nach dem Rückschnitt haben wir die Möglichkeit die Wände bis zum Frühjahr mit den nötigen Pflegeanstrichen zu versorgen oder falls nötig zu sanieren. Einfachste Rankhilfen, die vor die Wände plaziert werden reichen den Waldreben zum Klettern vollkommen aus.

Die folgenden empfohlenen Sorten sind allesamt sehr blühfreudig, einige mit ausgezeichnetem Duft, ausgesprochen winterhart und sehr robust. Nur die individuellen Standortansprüche der einzelnen Sorten sind einzuhalten. Krankheiten befallen diese Waldreben praktisch nicht. Manche unter ihnen behalten ihre attraktiven Samenstände bis in den Winter hinein und schmücken getrocknet bei dem einen oder anderen sogar den Adventskranz.

Waldreben vor Wänden, Lauben, Sichtschutzzäunen
Blüten-
Farbe
Blütezeit
(Monat)
Blüten-
Größe/cm
Wuchs-
Höhe/cm
Pflanz-
Abst./cm
Stand-
Ort
Duft
Bemerkung/
Besonderheit
C. orientalis
"BillMackenzie"
dunkelgelb
6/7, 9-11
4 - 6
300 - 450
125
Süd-
Wand
-
lange Blütezeit
C. orientalis
"Red Balloon"
rotbraun
7-10
3 - 4
300 - 450
125
Süd-
Wand
-
gelbe kugeliege Blüten werden rotbraun
C. orientalis
"Lambton Park"
gelb
7-10
5 - 7
280 - 400
115
Süd-
Wand
***
relativ große Blüten duften nach Kokosnuß
C. tibetana
"Black Tibet"
blauschwarz
8-10
2 - 3
350 - 400
125
Süd-
Wand
-
kugelrunde Blüten
C. gouriana
bot. Art
cremeweiß
8-10
1,5 - 2,5
400 - 600
165
Ost/West-
Wand
***
auch bodendeckend
C. flammula
"Rubromarginata"
weiß / rot-violett
7-9
2-3
250 - 450
115
Ost/West-
Wand
***
sehr starker Duft
C. maximowiciana
bot. Art
weiß
9-10/11
1,5 - 2,5
350 - 500
140
Ost/West-
Wand
***
starker Duft bei später Blüte
C. chinensis
bot. Art
weiß
7-9
1,5 - 2
300 - 400
115
Nord-
Wand
*
sternförmige duftende Blüten
C. flammula
bot. Art
weiß
7-8
1,5 - 2
250 - 450
115
Nord-
Wand
***
stark duftend und wachsend
C. jouiniana
"Praecox"
hellblau
7/8-9/10
1,5 - 2
250 - 350
100
Nord-
Wand
*
duftende hellblaue Blüten
C. virginiana
bot. Art
weiß
8-10
1,5 - 2
400 - 700
185
Nord-
Wand
*
süßer Duft

Diejenigen, die gerne Rosen und Waldreben hegen kommen bald auf die Idee beide Pflanzen miteinander zu kombinieren. Die Gründe liegen auf der Hand, da Kletterrosen an einem Rosenbogen z.B. zunehmend mit dem Alter von unten her verkahlen. Dieser Platz lässt sich schließen, denn die Waldrebe erobert dieses Terrain jedes Jahr schnell wieder neu.

Für fasst jede Rosensorte lässt sich auch ein entsprechendes Pendant bei den Waldreben finden, dass in Blütenfarbe, Blütenform und dem Zeitraum der Blüte eine passende Ergänzung bietet. Wer den Rosenduft nicht beeinträchtigen möchte wählt für die Vergesellschaftung duftlose Waldreben aus. Diese erklimmen dann den Sommer über den Rosenbogen und entfalten ihre Blüten, manche von ihnen auch noch ein zweites mal mit einer Nachblüte bis in den Oktober hinein.

Entscheident für die Wahl der passenden Waldreben ist, dass diese einen ebenso vollsonnigen Standort wir die Rosen lieben, der Rückschnittgruppe 3 angehören und winterhart sind. Um ein harmonisches Bild unseres Rosenbogens zu erzeugen konzentrieren wir unsere Auswahl auf die passende Blütenfarbe, Blütenform, Blütezeit und Wuchseigenschaften. Die Tabelle nennt ein paar Beispiele der Sorte Clematis viticella mit ihren mehr als 70 Kreuzungen, die im Prinzip alle gleichermaßen sehr empfehlenswert sind.

Waldreben für einen Rosenbogen
Blüten-
Farbe
Blütezeit
(Monat)
Blüten-
Größe/cm
Wuchs-
Höhe/cm
Pflanz-
Abst./cm
Kübel
Duft
Bemerkung/
Besonderheit
C. viticella bot. Art
blauviolett
6/7, 9-10
3 - 4
220 - 350
95
-
-
Blütenfarbe variiert je nach Herkunft
C. viticella "Abundance"
rosarot
6 - 9
4 - 6
220 - 350
95
-
-
sehr reiche Blüte
C. viticella "Black Prince"
purpurrot - schwarz
7 - 9
4 - 6
200 - 350
90
-
-
sehr gesund
C. viticella "Betty Corning"
hellblau
6 - 9/10
4 - 5
180 - 250
75
ja
***
sehr angenehm duftende Glöckchen-Blüten
C. viticella "Carmencita"
dunkelrot
6 - 9/10
4 - 6
200 - 300
85
ja
-
intensiv leuchtende Blütenfarbe
C. viticella "Entel"
hellrosa
6 - 8
8 - 10
250 - 350
100
-
-
große, zahlreiche Blüten mit heller Mitte
C. viticella "Jenny"
hellblau - azurblau
7 - 9
8 - 10
250 - 350
100
-
-
sehr reiche Blüte
C. v. "Purpurea P. Elegans"
purpurrot
6 - 9/10
3 - 4
200 - 300
85
ja
-
sehr dicht gefüllte Blüten
C. v. "Venosa Violacea"
violett
6 - 9/10
6 - 8
250 - 400
100
ja
-
große Blüten mit hellen Nuancen

Was uns bei den Kletterrosen gefällt, kann uns bei den Park- und Strauchrosen nur recht sein. Weil diese Rosen durchschnittlich eine Wuchshöhe von 100 - 150 cm erreichen sind für eine Vergesellschaftung mit Waldreben solche Sorten von Interesse, die von niederer Wuchshöhe sind und den Rosen dadurch ihren benötigten Freiraum belassen. Für uns kommen in erster Linie für diese Belange auch nur solche Waldreben in Frage, die sich jedes Jahr im Winter bis zu ihren Wurzeln zurückziehen und dadurch auch den Winterschutz der Rosen nicht beeinträchtigen. Idealerweise lassen wir auf die Blüte einer einmalblühenden Rose eine Waldrebenblüte folgen. Aus dem reichen Fundus von duftenden Waldrebensorten vielfältiger Farb- und Formgebung hier nun ein paar ausgewählte Beispiele:

Waldreben zur Vergesellschaftung mit Park- und Strauchrosen
Blüten-
Farbe
Blütezeit
(Monat)
Blüten-
Größe/cm
Wuchs-
Höhe/cm
Kübel
Duft
Bemerkung/
Besonderheit
C. cylindrica "Aladin"
blauviolett
7 - 9
3 - 4
100 - 150
ja
**
helle Staubgefäße
C. cylindrica "Swedish Bells"
hellblau
6 - 9
3,5 - 4,5
100 - 150
ja
**
glockenförmge Blüten
C. heracl. x bonst. "Crépuscule"
malvenfarben
7 - 9
1,5 - 2,5
100 - 150
ja
**
süßlich duftende Blüten
C. heracleifolia "Sander"
weiß-bläulich
7 - 9
2,5 - 3,5
120 - 180
-
**
zeigt keine Schwächen
C. integrif. Hyb. "Durandii"
stahlblau
6 - 9/10
8 - 12
150 - 200
ja
-
große, zahlreiche, wachsartig Blüten
C. integrif. Hyb. "Pamiat Serdtsa"
lavendelblau - violett
6 - 8/9
5 - 7
150 - 200
ja
-
größere, zahlreiche, wachsartig Blüten
C. integrifolia "Rooguchi"
blauviolett
6 - 8/9
4 - 5
120 - 180
ja
**
duftende Glöckchen-Blüten
C. kirilovii
weiß
7/8 - 9/10
1,5 - 2,5
150 - 200
-
*
sternförmige, duftende Blüten
C. tubulosa "Campanile"
leuchtendblau
7 - 9
1,5 - 2
120 - 150
-
***
intensiv duftende Blüten
C. tubulosa "Cassandra"
ultramarinblau
7 - 9
1,5 - 2
120 - 150
ja
**
Blüten von leuchtendem Farbton
C. tubulosa
"Cote d´Azur"
azurblau
7 - 9
1,5 - 2,5
120 - 150
ja
**
Blüten mit weißer Basis
C. tubulosa "Davidiana"
Kornblumenblau
7 - 9
1,5 - 2,5
120 - 150
ja
**
mehrfach übereinander liegende Trugdolden
C. tubulosa "Wyevale"
dunkelblau
7 - 9
1,5 - 2,5
120 - 150
ja
***
mehrfach übereinander liegende Trugdolden

Das die Blüte der Waldrebe optimal auf die der Rose folgt ist oft kein glücklicher Zufall, sondern das Ergebnis der fortgeschrittenen Waldreben-Kultivierung, denn die Waldrebenblüte lässt sich durch pinzieren 2 bis 6 Wochen verzögern. Mit pinzieren wird der Rückschnitt weicher junger Triebe, vorwiegend von Waldreben der Rückschnittgruppe 3 bezeichnet.

Zunächst pflanzen wir eine ausgewählte Waldrebe, wie weiter unter beschrieben wird, zur Rose und vergessen im ersten Jahr den Aufbauschnitt nicht. Im 2. Jahr beobachten wir die Blütezeiten der Rose und der Waldrebe genau und notieren dies in unseren Gartenkalender. Im Nov./Dez. Schneiden wir die Waldrebe wie üblich auf 30 cm über den Boden zurück. Im 3. Jahr beginnen wir im April/Mai das erste mal unsere Waldrebe zu pinzieren, wenn der Austrieb ca. 20-30 cm lang ist. Diese Triebe kürzen wir um die Hälfte ein. In den nächsten 2-3 Wochen erscheinen dann erneut junge Triebe, die dann natürlich um diesen Zeitraum verzögert ihre Blüten hervorbringen werden. Pinzieren wir z. B. erst nach 4 Wochen, werden die ersten Blüten auch erst 4 Wochen verzögert erscheinen. Alle diese neuen Triebe können auch noch einmal gekürzt werden und verzögern die Blütezeit nochmals um 2-3 Wochen.

Durch Pinzieren kann aber nicht nur der Beginn der Blüte verzögert werden, sondern auch die Blütezeit insgesamt gestreckt werden. Dies ist allerdings erst mit Waldreben möglich, die schon mindestens 5 Jahre alt sind und am Standort gut eingewachsen sind. Diese Waldreben werden in 2 Etappen pinziert. 1/3 der Triebe lassen wir die Pflanze natürlich ausbilden, welche die ersten Blüten hervorbringen werden. Die restlichen Triebe pinzieren wir um die Hälfte wenn der Austrieb ca. 20-30 cm lang ist. In 2 weitere Wochen pinzieren wir dann die Häfte von ihnen nochmals. Auf diese Weise lässt sich die Blüte je nach Sorte um 3 bis 5 Wochen ausdehnen, da die Waldrebentriebe so die Blüten erst zeitlich aufeinander folgend hervorbringen können.

Den Experten unter uns gelingt es also den Blütenbeginn und die Dauer der Blütezeit der Waldreben auf die jeweilige Rose durch pinzieren individuell anzupassen.

Fruchtstände von Rose und Clematis
Clematis macropetala "Markhams Pink"

Waldreben sind auch besonders für die Liebhaber von Zwiebelblumen interessant. Nachdem die meisten Zwiebelblumen sich im zeitigen Frühjahr verausgabt haben und dann eine Ruhephase einlegen, wirken die Beete durch das vergilbende Laub recht unansehnlich. Bodendeckende Waldreben erobern in diesem Zeitraum das Terrain und blühen dann zur Sommerzeit. Im Prinzip sind allen Sorten der C. Integrifolia-Gruppe auch als Bodendecker empfehlenswert. Besonders beachtenswert sind folgende:

Waldreben als "Bodendecker"
Blüten-
Farbe
Blütezeit
(Monat)
Blüten-
Größe/cm
Wuchs-
Breite/cm
Pflanz-
Abst./cm
Duft
Bemerkung/
Besonderheit
C. integrifolia "Blue Boy"
silbrig-blau
6 - 9
4 - 5
<150
75
*
Blüten sind zart duftend
C. integrif. Hyb. "Durandii"
stahblau
6 - 9/10
8 - 12
<150
75
-
zahlreiche große Blüten sind wachsartig
C. integrif. Hyb. "Pamiat Serdtsa"
lavendelblau-violett
6 - 8/9
5 - 7
<150
75
-
großblumige Blüten sind wachsartig
C. jouiniana "Chance"
hellblau
7 - 9/10
1,5 - 2,5
<250
125
-
zahlreiche große Blüten sind wachsartig
C. jouiniana "Mrs Robert Brydon"
pastelliges lavendelblau
7 - 8/9
1,5 - 2
<150
75
**
Blüten mit Duft
C. gouriana
bot. Art
cremeweiß
8 - 10
1,5 - 2,5
<400
200
-
starke Wuchsintensität
C. gouriana
"Jasper"
creme
7 - 9/10
2 - 3
<250
125
-
für halbschattige Standorte

Nach und nach ist der eine oder andere so zum wahren Clematis-Liebhaber geworden, der seine Könnerschaft mit der Pflege der anspruchsvollsten Waldreben krönt. Mehr als 200 Sorten der großblumigen, farb- und formschönen Hybriden buhlen im Handel um unsere Gunst. Diese Waldreben, die sich durch gezielten Schnitt zu zwei Blüten im Jahr bringen lassen werden der Rückschnittgruppe 2 zugeordnet und verlangen nach Erfahrung und Wissen im Rückschnitt, da sie sowohl am einjährigen Holz, als auch an den neuen Langtrieben Blühten hervorbringen. Einerseits muss die Pflanze durch einen teilweisen Rückschnitt am verkahlen von unten gehindert werden, andererseits müssen ausreichend viele Triebe stehen gelassen werden, die die Blüten im Frühjahr hervorbringen. Damit die Waldrebe sich nicht mit ihrem ersten Flor verausgabt entfernen wir nach der ersten Blüte alle Fruchtstände. Auf diese Weise entwickelt die Waldrebe neue Triebe mit vielen Knospen um wiederum neue Blüten im Spätsommer / Herbst hervorzubringen.

Weil die meisten Hybriden teilweise die großblumigsten Waldreben sind, manche gefüllt Blüten hervorbringen, von außergewöhnlicher Farb- und Formenpracht sind und manche duften zieren diese in Kübeln gehalten oft unsere Terrassen.

Der jahrzehntelange Züchterfleiß hat Sorten hervorgebracht, die fasst jedem Wunsch entsprechen, aber einen Teil ihrer Gesundheit eingebüßt haben. Besonders die Clematiswelke ist bei den Kulturformen weit verbreitet. Effektiv lässt sich der Clematiswelke kaum begegnen. Bei einem Befall bleibt uns bloß der Trost, dass in 90% aller Fälle die Pflanze im nächsten Jahr wieder neu austreibt. In der folgenden Tabelle haben wir deshalb solche Hybriden aufgeführt, bei denen ein Totalausfall äußerst selten ist.

zweimal blühende Hybriden als "Blickfang" und zur Kübelhaltung
Blüten-
Farbe
1.Blütezeit
(Monat)
2.Blütezeit
(Monat)
Blüten-
Größe/cm
Wuchs-
Höhe/cm
Bemerkung/
Besonderheit
C. Hybriden
"Alice Fisk"
hellblau / hellviolett
5 - 6
8 - 9
14 - 16
250 - 350
seesternähnliche Blüten
C. Hybriden
"Anna Herman"
hell / mittelblau
5 - 6
8
14 - 16
200 - 300
hell Staubgefäße, sehr frosthart
C. Hybriden
"Edomurasaki"
tintenblau
5 - 6
8 - 9
16 - 20
250 - 350
sehr Großblumig
C. Hybriden
"Fireworks"
blauviolett
5 - 6
8 - 9
18 - 22
250 - 350
sehr Großblumig mit rötlichen Streifen
C. Hybriden
"Fuyu no tabi"
weiß
5 - 6
8 - 9
16 - 18
180 - 250
halbgefüllte hellbraune Staubgefäße
C. Hybriden
"Guernsey Cream"
cremeweiß
5 - 6
8 - 9
12 - 14
220 - 250
exzellent für Dauerschatten
C. Hybriden
"Hanaguruma"
helles purpurrosa
5 - 6
8 - 9
12 - 14
180 - 280
wüchsig und gesund
C. Hybriden
"Henryi"
weiß
5 - 6
8 - 9
18 - 22
180 - 280
sehr Großblumig mit hellbraunen Staubgefäßen
C. Hybriden
"Kiri Te Kanawa"
dunkelblau
5 - 6
8 - 9
10 - 14
180 - 280
blüht immer gefüllt
(1.+ 2. Blüte !)
C. Hybriden
"Lavasoniana"
pastelliges blau
5 - 6
8 - 9
20 - 25
250 - 400
manche Blüten sind sogar größer als 25 cm !
C. Hybriden
"Mrs Cholmondele"
hellblau
6
8 - 9
16 - 18
250 - 400
blüht reich und ist
robust
C. Hybriden
"Multi Blue"
dunkelblau
5 - 6
8 - 9
8 - 12
180 - 280
blüht immer dicht gefüllt
(1.+ 2. Blüte !)
C. Hybriden
"Nelly Moser"
hellrosa
5 - 6
8 - 9
16 - 18
250 - 350
Blüten mit dunklen Streifen
C. Hybriden
"Pilu"
pastelliges rosa
5 - 6
8 - 9
8 - 10
150 - 200
Blüte hell umrandet,
1.Blüte auch gefüllt
C. Hybriden
"Proteus"
purpurrosa, weiß
5 - 6
8 - 9
12 - 16
200 - 250
1.Blüte gefüllt,
2.Blüte einfach
C. Hybriden
"Red Pearl"
rot
5 - 6
8 - 9
14 - 16
180 - 220
rote, sehr reiche Blüten variiert (Temperatur)
C. Hybriden
"Richard Penneli"
dunkles blauviolett
5 - 6
8 - 9
14 - 16
180 - 250
gefüllte Blüte, auffällige rot-gelbe Staubgefäße
C. Hybriden
"Sieboldii"
hellblau
5 - 6
8 - 9
12 - 14
180 - 280
1.Blüte ist besonders reich (identisch mit "Ramona")
C. Hyb. "Sir Garnet Wolseley"
pastelliges blau
5
7 - 9
12 - 15
180 - 250
Blüten mit dunklen Streifen, früheste Blüte !
C. Hybriden
"The President"
dunkelblau
5 - 6
8 - 9
14 - 18
220 - 350
wüchsig und gesund

Es gibt aber auch Hybriden, die einfacher zu pflegen sind, da sie der Rückschnittgruppe 3 angehören. D.h., dass wir diese Hybriden nur im November/Dezember auf 30 cm ein zu kürzen haben. Der sonst komplizierter Schnitt der zweimal blühenden Hybriden entfällt also. Leider blühen diese Hybriden aber auch nur einmal im Jahr, dafür aber mit einer relativ langen Blütezeit.

einmal blühende Hybriden als "Blickfang"
Blüten-
Farbe
Blütezeit
(Monat)
Blüten-
Größe/cm
Wuchs-
Höhe/cm
Kübel
Bemerkung/
Besonderheit
C. Hybriden
"Anna Herman"
hell-/azurblau
5/6 - 8
14 - 16
200 - 300
ja
sehr frosthart
C. Hybriden
"Ashva"
hellviolett
(Amethyst)
6 - 9
7 - 9
120 - 180
ja
samtige Blüten mit gewelltem Rand
C. Hyb. "Comtesse de Bouchaud"
rosa
6 - 9
10 - 14
250 - 350
ja
sehr gesund und blühfreudig
C. Hybriden
"Ernest Markham"
magenta
6/7 - 9
14 - 16
280 - 400
-
wüchsig und gesund
C. Hybriden
"Gipsy Queen"
dunkelviolett
7 - 9
14 - 16
250 - 450
-
samtige Blüten mit hellen Staubgefäßen
C. Hybriden
"John Huxtable"
weiß
8 - 10
10 - 14
220 - 320
ja
sehr gesund und blühfreudig
C. Hybriden
"Jubileijnoi 70"
violett, rote Mitte
6 - 9
10 - 14
250 - 350
-
samtige Blüten, sehr frosthart
C.H. "Kardinal Wyszynski"
rot
7 - 9
12 - 14
300 - 350
-
sehr intensives, leuchtendes rot der Blüten
C. Hybriden
"Luther Burbank"
dunkelblauviolett
7 - 9
14 - 16
220 - 280
ja
kräftiger Wuchs, sehr frosthart
C. Hybriden
"Negritjanka"
dunkelpurpur
7 - 9
10 - 12
250 - 350
-
rötliche Staubgefäße
C. Hybriden
"Nikolai Rubtsov"
hellrot
7 - 9
12 - 14
250 - 350
ja
sehr gesund
C. Hybriden
"Niobe"
dunkelrot
6 - 9
12 - 14
200 - 300
ja
samtige Blüten mit auffälligen gelben Staubgefäßen
C. Hybriden
"Rouge Cardinal"
tiefrot
6 - 8
12 - 14
180 - 250
ja
samtige Blüten, attraktiver Herbstfärbung
C. Hybriden
"Rüütel"
dunkelrot
7 - 9
12 - 14
180 - 220
ja
sehr stabiler, kräftiger Wuchs
C. Hybriden
"Stasik"
purpurviolett
6 - 9
12 - 14
180 - 220
ja
sehr samtige, schillernde Blüten
C. Hybriden
"Tuczka"
dunkelblauviolett
7 - 9
7 - 9
220 - 300
ja
dunkelrote Staubgefäße
C. Hybriden
"Ville de Lyon"
karminrot
6 - 9
12 - 16
240 - 320
ja
Blüten mit hellem Zentrum
C. Hybriden
"Warszawska Nike"
dunkelrotviolett
6 - 9
14 - 16
250 - 320
ja
sehr samtige Blüten mit gelben Staubgefäßen

Die beste Pflanzzeit für die Waldrebe ist von August bis Oktober, denn die dann herrschenden optimalen Bodentemperaturen von 14-18 °C sorgen dafür dass sofort neue Wurzeln gebildet werden. Wenn die Wurzeln in ca. 40 cm Tiefe vorgedrungen sind und eine praktisch frostfreie Zone erreicht haben ist die Pflanzen für die Winterruhe bestens vorbereitet.

Falls wir die richtige Waldrebe für unseren vorgesehenen Standort und Lichtverhältnisse gefunden haben sollten wir vor einem Kauf die Qualität gut beurteilen. Das Laub sollte dunkelgrün sein, nicht beschädigt sein und auf keinen Fall welke Blätter aufweisen!

Zum pflanzen "unserer" Waldrebe schaffen wir optimale Bodenverhältnisse. Zunächst lockern wir den Bodenbereich der Pflanzstelle tiefgründig auf. Da sandige Böden für eine gute Verwurzelung sehr gut geeignet sind verbessern wir blos extrem schwere Lehm-Ton-Böden mit Sand und Kies. Damit die Wurzeln nicht austrocknen geben wir dem Boden Torf, bzw. torfhaltige Pflanz- und Blumenerde hinzu. Sauren Böden mischen wir Kalk zu. Dies ist besonders bei den Wildsorten wichtig!

Staunässe wird von Waldreben nicht vertragen. Deshalb ist stets darauf zu achten, dass überschüssige Nässe gut versickert. In das ca. 60 cm tief ausgehobene Pflanzloch schütten wir zunächst einen Eimer Wasser und prüfen ob es versickert. Wenn das der Fall ist steht einer Bepflanzung nun nichts mehr im Weg. Bei einer wasserundurchlässigen Tonschicht z.B. muß drainiert werden. Wer diese aufwändige Maßnahme nicht vornehmen möchte bevorzugt statt dessen am vorgesehenen Standort eine Kübelpflanzung und achtet vor dem Kauf darauf das "seine" Sorte für eine Kübelpflanzung auch gut geeignet ist.

Als erstes geben wir einen selbst gefertigten feinmaschigen Pflanzkorb aus verzinktem Kaninchendraht ins Pflanzloch um Wühlmäuse und den Maulwurf von den empfindlichen Wurzeln fern zu halten. Dieser Pflanzkorb ist so zu bemessen, dass der Wurzelbereich später auch oben mit dem Drahtnetz geschlossen werden kann, wenn wir das Pflanzloch mit Erde befüllt haben. Wühlmäuse können so nicht mehr an den Wurzeltrieben nagen und der Maulwurf kann die Wurzeln durch seinen Gang nicht trocken legen. Die gesunden Wildsorten der Rückschnittgruppe 1 (C. alpina, C. montana, C. tangutica und C. orientalis) pflanzen wir ebenso tief wie diese gezogen wurden. Bei allen anderen "Empfindlicheren" können wir uns einen Trick zu nutze machen indem wir diese 2 Augenpaare, ca. 7 cm, tiefer pflanzen. Falls einmal alle alten Triebe, z.B. durch die Clematis-Welke verloren gegangen sind, kann die Pflanze dann von diesen "schlafenden", geschützten Augen wieder neu austreiben.

Abschließend sorgen wir durch eine Bodenabdeckung der Pflanzstelle für einen "schattigen Fuß", damit die Wurzeln weder durch unsere Harke, noch durch andere Wurzelkonkurenten beeinträchtigt werden können. Ideal sind hierfür Steine und Kiesel geeignet, die einerseits sich in der Sonne schnell erwärmen und diese Wärme an die Wurzeln weitergeben und andererseits einer Austrocknung des Bodens entgegenwirken. Falls wir einen schattigen Standort haben ist eine Bodenabdeckung mit Moosen empfehlenswert. Für sonnige Standorte sind besonders Steingarten-Pflanzen wie Sedum, welche vorwiegend Triebe über Steinen ausbilden zum Bewuchs aus benachbarter Stelle ideal, da diese die angestammten Pflanzenpartner am natürlichen Standort / Vorkommen der Waldreben sind.

Pflanzung einer Clematis
Pflanzkorb zum Schutz vor Wühlmäusen / Maulwurf

Gerne pflanzen wir unsere heiklen Hybriden zur Container-Haltung in Gefäße und Kübeln. Einerseits können wir die ausgesprochen attraktiven Blüher ganz in unserer Nähe auf der Terrasse kultivieren und uns so den ganzen Sommer über an den außergewöhnlich schönen und großen Blüten erfreuen. Andererseits können wir diese Lieblinge dann auch den Winter über nach unserem Rückschnitt Anfang November leicht an einen frostfreien Platz verbringen um darauf zu achten, dass die Wurzeln niemals austrocknen.

Frostharte Sorten können wir auch an einem geschützten Platz im Garten überwintern lassen, wenn wir die Gefäße zusätzlich, z.B. mit Noppenfolie / Jutesack schützen.

Ca. alle 3 Jahre, wenn die blühwilligkeit und das Wachstum nachzulassen droht topfen wir im Frühjahr vor der Blüte um. Hierbei tauschen wir die Erde vollständig durch eine neue Mischung aus, kürzen die Wurzeln ein, und pflanzen ins gleiche Gefäß zurück. In Gefäßen von mindestens 50 Liter Volumen und 60 cm Höhe können wir bis zu 3 Waldreben pflanzen. Das Einzelgefäß sollte pro Waldrebe mindestens 20 Liter Volumen aufweisen und nach Möglichkeit mindestens 40 cm tief sein. Aus den gleichen Teilen Sand, Pflanzerde, Kompost und Gartenerde bereiten wir eine Mischung mit der wir das Gefäß füllen. Die Möglichkeit zum Wasserabfluss; ein kleiner umgedrehte Unterteller über dem Abflussloch, muss ebenso wie eine Klettermöglichkeit gewährleistet sein. Die Kübelerde decken wir mit schönen Steinen ab. Wer es mag pflanzt noch eine Sedum-Art hinzu.

Kübelpflanzung
Überwinterung einer Kübelpflanze im Freien

Zuletzt soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass es dem Züchter Raymond Evison auf der Kanalinsel Guernsey gelungen ist klein bleibende Hybriden zu züchten, die über die gesamte Pflanze blühen - auch im unteren Bereich (!), so dass sich deren Kultivierung in Kübeln nahezu zwingend aufdrängt. Diese Waldreben kommen als Serie unter der Bezeichnung "Boulevard TM Clematis" in den Handel. Diese ausgesprochen exklusiven Waldreben kahlen auch nicht auf. Ihr Wuchs ist kompakt. Natürlich ist es von Vorteil im Umgang mit Waldreben, deren Schnitt und Pflege und Winterschutz schon vertraut zu sein, um diese Sorten voll zu deren Entfaltung bringen zu können.