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Düngung

 

Bereits im März/April sollte das Beet durch eine Gründungung bewachsen sein, so dass die Pflanzen schon bereits vor ihrer Pflanzung bzw. Aussaat ausreichend Nährstoffe zur Verfügung haben. Vier bis fünf Wochen später steht dann im Mai eine Nachdüngung an. Kohlarten wie etwa Blumenkohl oder Wirsing sowie - mit Abstrichen - auch Blattgemüse wie Spinat oder Salat verlangen nach mehr Stickstoff. Wir verwenden dazu am bestenPflanzzeit im FrühjahrPflanzzeit im Frühjahr Brennesseljauche als Dünger oder verwenden nach Möglichkeit ammoniumstabilisierten Dünger, den wir genau nach der unten stehenden Tabelle dosieren.

 

Da in unseren Kleingärten in der Regel ein sehr hoher Humusgehalt von mehr als sechs Prozent existiert, ist keine mineralische Düngung mehr notwendig!
Ansonsten droht eine Überdüngung. Die ist weder fürs Gemüse selbst noch für die Umwelt gut. Im schlimmsten Fall kann dadurch sogar Trinkwasser verunreinigt werden. Werden die Kulturen zu stark gedüngt, können auch die Erträge sinken. Es gilt also die Pflanzen optimal mit Nährstoffen zuTomaten Pflanzen in Mischkultur mit Kapuzinerkresse und MangoldTomaten Pflanzen in Mischkultur mit Kapuzinerkresse und Mangold versorgen. Bei Problemen kann durch eine Bodenprobeanalyse die Düngung an die Bedürfnisse der jeweiligen Kulturpflanze angepasst werden.

Eine Ausnahme stellt bei uns der Rasen dar falls dieser nicht ausreichend mit Kompost versorgt wird. Er hat bis zur Sommerpause einen hohen Nährstoffbedarf. Je zwei bis vier Tage nach dem Schnitt im Mai (nicht zu stark kürzen, mindestens drei Zentimeter stehen lassen) dürfen fünf bis zehn Gramm Stickstoff pro Quadratmeter gegeben werden.

 

Beispiele für organische Dünger sind: Kompostierte Pflanzenreste, Guano, Horndünger, Algen, Kieserit. Im Handel werden auch NPK-Dünger (Volldünger) angeboten, welche Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) beinhalten.


Dünger enthalten auch Schwefel, Calcium und Magnesium. Schließlich benötigen Pflanzen auch Spurenelemente, welche auch in den oben genannten Düngern vorkommen können oder als spezielle Spurenelementdünger angeboten werden. Vereinfacht kann man sagen, dass Stickstoff der Erzeugung von Blattmasse dient, Phosphor dient der Blüten- und Fruchtbildung, Kalium stärkt die Holzbildung und Pflanzenstatik, Magnesium fördert die Nährstoffaufnahme.

Als Gründüngerpflanzen empfehlen sich solche aus der Familie der einjährigen Schmetterlingsblütler (Alexander- oder Perserklee, Sommerwicke, Lupine) oder ein Gemisch verschiedener Gründüngungspflanzen mit Schmetterlingsblütlern, damit genügend Stickstoff angesammelt wird. Die Pflanzen können im Herbst abgemäht und eingearbeitet werden oder man lässt sie im Winter abfrieren und arbeitet die Reste im Frühjahr ein. Weitere Vorteile sind, dass der Boden bedeckt ist. Dadurch wird Erosion vermieden und Unkraut unterdrückt. Im Boden verbliebene überschüssige Nährstoffe werden von den Pflanzen gebunden und somit nicht ins Grundwasser ausgewaschen. Die Wurzeln der Gründüngungspflanzen dringen in tiefere Bodenschichten und lockern den Boden. Dabei dient die Wurzelmasse als Nahrung für Regenwürmer, sowie für nützliche Bakterien und Mikroorganismen. Wertvoller Humus kann sich bilden.